Mein aktueller (medizinischer) Status

Kurzes Resume

Wer sich die Zusammenfassung meines "alten Parkinson Tagebuchs" durchgelesen hat, wird sich erinnern, dass ich sei August 2017 ein ewiges Auf und Ab erleben durfte.

Irgendwie, passte die Medikamenteneinstellung nicht mit meinen wirklich hinderlichen Symptomen zusammen. Es ging teilweise gar nichts mehr

Ich war nicht nur sehr oft völlig bewegungseingeschränkt, auch mein psychischer Zustand wurde immer schlechter. Depressionen und Ängste  bald nicht mehr gehen zu können waren an der Tagesordnung und ich war der Verzweiflung ziemlich nahe. Ich muss ganz ehrlich zugeben, ich weiß nicht wo ich heute ohne die Hilfe meiner Herzallerliebsten gelandet wäre.

Bist du ganz unten am tiefsten Punkt …

… kann es nur noch bergauf gehen! Das traf bisher in all meinen Lebensbereichen immer zu, auch im Bereich Parkinson Patient!

  • Im Oktober 2018 öffnete die Parkinson - Ambulanz des Wilhelminenspitals wieder ganz offiziell seine Pforten.
  • Ich bekam einen rettenden(?) Kontrolltermin bei meiner erstbehandelnden Ärztin, die sich 2 Stunden Zeit für mich reservierte.
  • Gemeinsam mit meiner Frau, welche genaue Aufzeichnungen über meine jeweilige Tagesverfassung führte, konnten wir eine möglicherweise vielversprechende Therapie (teilweise mit neuen Medikamenten) erstellen. Die möglichen Nebenwirkungen könnten allerdings die neue Hoffnung trüben.
  • Ja, einige dieser Nebenwirkungen zeigen sich, aber durch die ständige Beobachtung meiner Frau und durch mich selbst, haben wir zurzeit alles unter Kontrolle. Ich kann den möglichen Kaufräuschen widerstehen und verzocke nicht unseren gesamten Besitz und auch die sonstigen Impulskontrollstörungen, die auftreten können, lassen sich im Keim ersticken.

Positive Erfahrungen aus der Vergangenheit!

Die neue Medikation (Details siehe Bild) ist genau genommen für mich nicht ganz so neu, denn sie besteht wieder aus einem Agonisten, diesmal aber in Form eines Neupro-Pflasters statt einer Retard Tablette + Levadopa (statt Madopar allerdings Corbilta). Corbilta ist quasi ein modernes Madopar mit dem zusätzlichen Wirkstoff Entacapon, der für eine wesentlich höhere Halbwertzeit sorgt. Nun kann geringer dosiert werden, was die Dyskinesien stark reduzieren sollte und mit etwas Glück könnte diese ungute Überbeweglichkeit sogar ganz verschwinden.

Merkliche Verbesserung des Allgemeinzustands!

Ohne es verschreien zu wollen, bereits nach einer Woche waren positive Änderungen zu bemerken, die Off-Zeiten kamen wesentlich seltener, auch die Regenerationszeit nach körperlicher Anstrengung wurde merklich kürzer. Bezogen auf die Intensität der typischen Parkinson Symptome (Steifigkeit der Beine, Tremor und Freezing bis zur totalen Unbeweglichkeit) scheint die neue Medikation wesentlich besser zu funktionieren, als jene zuvor.

Vorsichtig optimistisch in die Zukunft!

Natürlich funktionieren ich und mein Körper nicht mehr so, wie noch vor vier bis fünf Jahren und das bezieht sich nicht nur auf die Off-Zeiten. Wenn mein zukünftiger Durchschnitts Zustand so bleibt, wie er es in den letzten drei Monaten war, dann habe ich Grund zur Freude und wenn’s eventuell noch ein bisserl besser werden sollte, wäre es fast unglaublich!

Na, dann schauma mal und hoffma mal ….

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